Es gibt wohl kaum ein Thema zu dem so viel geschrieben und debattiert wurde wie zum Thema Qualität in den letzten zehn – zwanzig Jahren. Trotzdem:

In den letzten beiden Jahrzehnten wurden immer mehr Coaching-Zertifikate auf den Markt gebracht, deren Wert nicht unmittelbar deutlich wird.
Aber wer ist als potenzieller Kunde (Laie) schon in der Lage, die Seriosität eines (selbsternannten) „Instituts“ einzuschätzen? Und der Begriff „Coach“ ist nach wie vor nicht gesetzlich geschützt!
Seit einiger Zeit sind aber Zertifikate auf dem Markt, die transparent und auch für „Laien“-Kunden nachvollziehbar sind.

Es gibt mit Sicherheit auch andere nachvollziehbare Zertifikate, ich habe mich für zwei Zertifikate entschieden:

(1) „Senior Coach (BDP)“ und

(2) „EuroPsych“

Warum? Weil es Sinn macht, dass man das, was man Kunden  anbietet auch gelernt hat und dass man das für potenzielle Kunden transparent macht, so gut es eben geht. Um mit Menschen professionell zu arbeiten, reicht meiner Meinung nach als Qualifikation kein Wochenend-Seminar aus zum Thema:“Entfalte dich selbst!“.

 

Das Wesentliche an den beiden genannten Zertifikaten ist das Folgende:

„Senior Coach BDP“:

Soarf sich nennen, wer erstens ein wissenschaftliches Studium der Psychologie mit einem Diplom abgeschlossen hat (in Einzelfällen wird durch eine Kommission die Gleichwertigkeit eines anderenStudiums geprüft).  Desweiteren  muss eine Zusatzausbildung in Coaching-Methoden nicht unter 120 Unterrichtstunden nachgewiesen werden. Drittens erhält den Titel „Senior Coach“ jemand, der mindestens 15 Jahre Erfahrung mit Coaching und direkt verwandten Tätigkeiten nachweisen kann.
Ein paar weitere Anforderungen kommen hinzu. Diese Bedingungen kann man beim „Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.“ anfordern. Sie sind, ebenso,wie die ethischen Richtlinien, denen sich die Mitglieder miteinem solchen Zertifikat bewusst unterwerfen, nachvollziehbar für jedermann.

„EuroPsych“:

Dieses Zertifikat stellt sicher, dass im Dschungel von diversen „Diplomen“,„Bachelor“- und „Master-Abschlüssen“ und den diversen anderen möglichen Studienabschlüssen in Europa nicht der Kunde nach einem Nachweis für eine tragfähige wissenschaftliche Ausbildung fahnden muss, sondern eine Prüfungskommision der „Deutschen Psychologen Akademie GmbH des BDP“ (der Weiterbilder für den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.).
Dieses Zertifikat garantiert eine wissenschaftliche Ausbildung, die mindestens mit dem ehemaligen deutschen „Diplom“ vergleichbar ist.  

Weitere Infos über www.bdp-verband.org

 

Und natürlich gibt es auch talentierte Laien!

Es gibt viele Coaches auf dem Markt, die weder Psychologie studiert haben, noch eine anerkannte Ausbildung besitzen. Das müssen deshalb nicht unbedingt schlechte Coaches sein. Sie können z.B. mit viel Branchenerfahrung gute Mentoren sein.

Ebenso sind Menschen mit wissenschaftlichen Abschlüssen nicht dadurch automatisch gute Coaches. Durch die mit dem Zertifikat „Senior Coach BDP“ oder„Coach BDP“ verknüpften Bedingungen aber steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass das Coaching für den Kunden (den Coachee) tatsächlich Hilfe zur Selbsthilfe darstellt, und nicht nur womöglich von der noblen Idee geleitet ist, eigene Erfahrungen z.B. als Führungskraft nun an Interessierte weiterzugeben (was als Mentor auch sehrhilfreich sein kann). Oder von der Idee getrieben, dass, was man selbst extrem interessant findet, an möglichst viele Menschen weiterzugeben, ohne sich professionelle Überlegungen zur Passung zu machen.

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